Grünkohl mit Mettenden

Grünkohl-Essen ist ein typisches Winteressen und kommt eigentlich aus dem Norddeutschen Raum. Aus diesem Grunde habe ich mich auch etwas schwer getan, die klassischen Zutaten dafür hier in Bayern zu bekommen.

Es fing schon damit an, dass ich die notwendige Grütze hier in keinem normalen Supermarkt erhalten habe. Fündig wurde ich dann schlussendlich im Reformhaus. Unter Grütze versteht man übrigens grob gemahlenes Getreide. Verwendet habe ich Buchweizen-Grütze. Es wird für dieses Gericht aber auch gerne Hafergrütze verwendet.

Das nächste Problem stellten dann die Würste dar. Eigentlich gibt es zu diesem feinen Gemüse Grützwürste. Diese heißen „Pinkel“. Sie soll sehr wohlschmeckend sein – nur leider in Süddeutschland nicht zu bekommen… 😦 Vielleicht kann mir ja eine meiner Norddeutschen Freundinnen, damit mal aushelfen? Wir werden sehen. Es gibt einen weiteren Blog-Eintrag, sollte ich sie einmal auftreiben… Ausgeholfen haben in diesem Fall feine Mettenden – das sind geräucherte Mettwürste. Ich fand, dass das einen guten Ersatz darstellt. Und geschmacklich haben sie hervorragend dazu gepasst. 😛

Wer mag, kann zu dem Grünkohl auch noch Salzkartoffeln reichen. Mir reicht dieses Essen, so aber voll und ganz.

Gruenkohl_1Zutaten für 4 Portionen:
600 g Grünkohl (tiefgefroren)
100 g Buchweizen-Grütze
2 Zwiebeln
500 ml Brühe
weißer Pfeffer
4 Mettenden oder Pinkel

Fett in einem Topf erhitzen. Die Zwiebeln werden gewürfelt und in dem Fett angedünstet. Mit Brühe ablöschen.
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Die Grütze zugeben und unterrühren. Kurz aufkochen lassen. Den tiefgefrorenen Grünkohl zugeben und unter stetigem Wenden und Rühren auftauen lassen. Sobald der Kohl aufgetaut ist, darf er 15 Minuten auf niedriger Stufe mit einem Deckel vor sich hin köcheln. Mit einer Prise weißen Pfeffer würzen.

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Gruenkohl_6Die Temperatur ganz niedrig stellen. Die Mettwürste in den Topf geben und alles 10 Minuten lang ziehen lassen. Heiß servieren.

5 Kommentare zu „Grünkohl mit Mettenden

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  1. das sieht sehr lecker aus…ich habe Grünkohl ein einziges mal probiert..aus dem Glas…ich fand es schrecklich, aber es lag vermutlich daran, dass ich es ohne irgendetwas gegessen habe….wenn ich das jetzt so sehe überlege ich doch glatt, ob der Grünkohl nochmal ne Chance kriegt bei mir 🙂 VLG

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    1. Hallo Knopfauge,

      den Grünkohl aus dem Glas kenne ich nicht. Allerdings bin ich generell kein Freund von Gemüse aus dem Glas. Das schmeckt häufig ganz anders als frisch oder tiefgekühlt. Wenn ich nur an Erbsen oder Champignons im Glas denke… :-/ Wenn es mit dem Grünkohl da ähnlich ist, kann ich Deine Abneigung nachvollziehen.

      Der frische bzw. tiefgekühlte Grünkohl schmeckt aber wirklich ganz hervorragend! Kann ich nur empfehlen! 🙂

      Lg, Vroni

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  2. Hallo Vroni, ich bringe dir gern beim nächsten Mal Pinkel mit. Das ist überhaupt kein Problem.
    Ich glaube auch, dass es Grünkohlrezepte in zig Varianten gibt. Ich kenne die mit Hafer- oder Buchweizengrütze zum Beispiel gar nicht. Traditionell wird der Grünkohl hier in Brühe und mit Kassler gekocht. Direkt in einem Topf. Pinkel oder Mettenden gibt es dazu und ein Muß sind winzig kleine Kartoffel, die in der Pfanne zusammen mit Knoblauch geröstet werden. So isst man den Grünkohl in meiner Familie. Nach dem Servieren wird gern noch eine große Menge Senf unter den Grünkohl gemischt. Ich kenne aber auch Menschen, die ihn mit Zucker essen.

    Bei uns gibt es den Grünkohl schon seit ich denken kann zu Weihnachten oder in der Vorweihnachtszeit. Das ist dann immer ein richtiges Familienfest.

    Übrigens gibt es zum Nachtisch immer Mirabellen auf Schokopudding. Auch so eine Familientradition 🙂

    Schönen Abend und viele Grüße aus Norddeutschland!
    Birgit

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    1. Hallo Birgit,

      oh ja, bitte, bitte! Da freue ich mich richtig, wenn Du mir welche mitbringst! 🙂

      Interessant – habe mehrere Rezepte angeschaut und da kam überall Grütze rein… Wenn ich dann die Pinkel habe, dann mach ich den Grünkohl nach Deinem Rezept. 🙂 Da freue ich mich schon drauf! 🙂

      Mirabellen zu Weihnachten? Waren das eingemachte? Dezember ist ja eigentlich keine typische Mirabellen-Zeit mehr, oder?

      Vielen Dank!

      Liebe Grüße,
      Vroni

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