Spargelsuppe ohne Suppenpäckchen

Heutzutage kann man das ganze Jahr lang Spargelcremesuppe essen. Das liegt an diesen Suppenpäckchen, zwei bekannter Hersteller. Darin befindet sich Pulver, dass man nur mit kochendem Wasser anrühren muss. Und et voilà, man hat eine fertige Spargelcremesuppe.

Diese Päckchen braucht man aber eigentlich gar nicht. Man kann so eine Suppe auch ganz einfach selber machen. Ich gebe zu, nicht das ganze Jahr lang -– eher zur Saison. Oder man friert das Spargelwasser ein. Damit kann man dann auch das restliche Jahr die Suppe original Hausgemacht servieren. Und das macht vor den Gästen doch viel mehr Eindruck – oder nicht? 😉

Für diese Suppe wird verwendet, was viele für Abfall halten. Nämlich das Spargelwasser, das nach dem Kochen des Spargels übrig geblieben ist und die Schalen des Spargels.

Nachfolgendes Rezept kann man übrigens sowohl für Weißen, als auch grünen Spargel verwenden.

Zutaten für 4 Portionen:

Spargelcremesuppe_1Ca. ¾ Liter Spargelwasser
Die Schalen des Spargels
100 ml Sahne
1 Eigelb
Butter
Mehl
1 TL Salz
Weißer Pfeffer
Muskatnuss, gerieben
Evtl. Toastbrot und Pinienkerne

Gestern habe ich ein Rezept vorgestellt, wie man den Spargel an sich zubereitet. Das Spargelwasser wird im Anschluss aufgehoben und nicht weggegossen.

Spargelcremesuppe_2Spargelcremesuppe_3

Die Schalen des Spargels kommen in das Spargelwasser und werden 5 Minuten lang ausgekocht.

Wenn man die Suppe erst am Folgetag zubereitet, kann man die Schalen über Nacht in der Brühe ziehen lassen. Anschließend wird der Sud durch ein Sieb gegossen. Nun dürfen die Schalen endlich wegwerfen werden…

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Das Eigelb mit der Sahne glatt rühren.

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Etwa einen Esslöffel Butter in einem Topf zergehen lassen. Dann einen Esslöffel Mehl hinzufügen.

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Sofort mit einem Schneebesen verrühren, damit das Mehl nicht anbrennt. Mit dem Spargelwasser aufgießen und zügig weiterrühren, damit keine Klumpen entstehen.

Mit Salz, etwas Pfeffer und einer Prise Muskatnuss würzen. Die Spargelbrühe zum Kochen bringen. Sobald sie kocht die Sahne mit dem Eigelb aufgießen und mit dem Schneebesen glatt rühren. Alles noch einmal erhitzen und die Suppe kurz vor dem Siedepunkt vom Herd nehmen, damit das Ei nicht gerinnt.

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Wenn man mag, kann man Pinienkerne in der Pfanne anrösten. Das Toastbrot in Würfel schneiden und zu den Kernen geben. Wenn das Brot gebräunt ist, kann man es als Suppeneinlage verwenden.

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8 Kommentare zu „Spargelsuppe ohne Suppenpäckchen

Gib deinen ab

  1. Huhu,

    ich bin auch eurer Meinung, diese Beutel haben keinerlei Nutzen. Mir gefällt auch deine Fotoanleitung, mache ich auch gern so 😀

    Bestimmt sehr lecker die Suppe, könnte ich jetzt auch drauf, sowas schönes warmes. Hab grad bestimmt 6 Stunden an einem Bericht geschrieben und hab jetzt kalte Arme :/

    Ein Freund von mir hat mal eine Gemüsebrühe für ein Risotto gekocht. Leider hat er am Ende mit mir telefoniert und war so im Trott, dass er das ausgekochte Gemüse in ein Sieb gekippt hat und die ganze Brühe war weg. Dumm gelaufen oder?

    Liebe Grüße
    Nidi

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    1. Hallo Nidi,

      vielen Dank! 🙂

      Die Suppe war auch sehr lecker. Inzwischen ist allerdings kein Tropfen mehr übrig… 😉

      Ohhh, das ist echt ärgerlich! Aber solche Sachen passieren. Manchmal ist der Kopf halt ganz woanders… Das ist wirklich dumm gelaufen.

      Liebe Grüße,
      Vroni

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  2. Ich habe mir bereits einige zeit angewöhnt das Kochwasser entweder als Suppengrundlage oder Soßengrundlage zu verwenden und habe ab dieser Zeit keine gekörnte Brühe mehr benötigt… vor ein paar Wochen habe ich die eingetrockneten Reste der Industrie Brühwürfel weggeworfen…

    Aber nicht nur Kochwasser sondern auch fertige Soße/Suppe kann man Einfrieren und noch einige Wochen später wieder auftauen … mit etwas frischen Zutaten ist das auf jeden fall besser als jede Tütensuppe oder Soße…

    Ich ärgere mich jedes mal wenn ich daran denke das ich Jahrelang die gute Brühe immer weggeschüttet habe…. heute habe ich immer 2 – 3 Gläser von Kochwasser (Kartoffel-/Gemüse-Brühe) im Kühlschrank…

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    1. Hallo Uschi,

      Das ist wirklich eine gute und vernünftige Handhabung. In der Brühe sind häufig noch viele und gesunde Vitamine enthalten, die sonst nur im Abguss landen.

      Finde ich echt großartig! 😀

      Liebe Grüße,
      Vroni

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    1. Hallo Urs!

      Da hast Du absolut recht! Manchmal habe ich aber den Eindruck, dass viele Leute ohne die ganzen Pülverchen gar nicht mehr kochen können. Diese Entwicklung ist doch furchtbar traurig, oder?

      Liebe Grüße,
      Vroni

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      1. Salut Vroni!

        Weite Kreise sind der Meinung, dass eigenhändig zubereitete Speisen einen grossen Zeitaufwand erfordern, was nachweislich nicht stimmt. Gleichzeitig verkümmern durch den regelmässigen Einsatz von industriell vorgefertigten Speisen die Geschmacksnerven, wodurch der wahrhaftige Genuss abhanden kommt, was wiederum zu Ernährungsstörungen führt.
        Ja, diese Entwicklung ist unendlich traurig und im höchsten Mass destruktiv.

        Trotzdem einen schönen Abend + LG
        Urs

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      2. Guten Morgen Urs,

        Das hat die Industrie gut hingekriegt… Früher habe ich auch viel solche Hilfsmittel verwendet, bis ich herausgefunden habe, dass das vollkommen unnötig ist.

        Am verrücktesten finde ich die Backmischungen. Die nur Mehl, Backpulver und Aroma enthalten. Alles andere muss man dazu kaufen und zahlt für den Kuchen insgesamt das vierfache… Und hat keinerlei Arbeitserleichterung. Aber wahrscheinlich wollen die Leute sich für dumm verkaufen lassen… 😉

        Auf jeden Fall gebe ich Dir Recht. Destruktiv ist der passende Ausdruck!

        Liebe Grüße,
        Vroni

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